Microsoft drängt die Anwender seit einiger Zeit energisch zum Einsatz von Dynamics 365, der Cloud-Version bzw. dem Nachfolger von Dynamics AX. Zu energisch? Jein, sagt Eike Fischer, Geschäftsführer der Nürnberger Xalution GmbH im Interview  mit der Zeitschrift IT MITTELSTAND. Er ist seit über acht Jahren als Spezialist für Microsofts ERP-Lösungen für viele Anwenderunternehmen tätig und kennt die Herausforderungen von ERP-Projekten. 

 

ITM: Herr Fischer, immer mehr Unternehmen fühlen sich seit einiger Zeit von Microsoft und anderen Software-Anbietern unter Druck gesetzt, in die Cloud gehen zu müssen. Trügt der Schein?

Eike Fischer: Jein. Wenn man sich die ERP-Systemlandschaft derzeit anschaut, stellt man schnell fest, dass viele unterschiedliche Lösungen angeboten werden – sowohl lokal installierbare als auch Cloud-Produkte. Die Auswahl ist also groß, es muss nicht unbedingt Microsoft sein.

Wenn aber doch, ist es schon so, dass Microsoft die Anwender mittelfristig in der Cloud sehen will, wofür man auch ganz plausible Gründe anführt. So soll es beispielsweise in der Cloud leichter werden, Innovationen schneller umzusetzen. Heißt: schneller neue Systeme und Services anzubinden und vor allem neue Konzepte zu erproben. Der Faktor Geschwindigkeit ist extrem wichtig, da sich auch die Anforderungen an Unternehmen immer schneller ändern. Man denke nur an IoT und KI, die sich eigentlich nur in der Cloud sinnvoll umsetzen lassen.

Dies ist für mich auch das Hauptargument für den Gang in die Cloud. Das Zweite ist die Power-Plattform, die nur in der Cloud zu haben ist. Mit ihr können Anwender z. B. Apps innerhalb weniger Stunden ohne großartige Programmierkenntnisse erstellen. Oder Daten schnell und umfangreich auswerten. Und natürlich ist die laufende Wartung des Systems ein Vorteil. Die IT-Abteilung kann schlank gehalten werden, weil keine Fehler mehr zu beheben sind.

Wer aber das alles nicht braucht oder generell keine Cloud-Version möchte, hat ja weiterhin die Möglichkeit, Microsofts On-Premise-ERP zu verwenden – dann jedoch mit technologischen Abstrichen. Für einen Fehler halte ich dies dennoch. Denn der Lebenszyklus eines ERP-Systems beträgt ja rund zehn bis 15 Jahre. Die sind in vielen Fällen aber schon zu gut zwei Dritteln um. Danach muss man ohnehin ein neues System kaufen – tut man dies jetzt schon, kann das einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. In fünf Jahren hinkt man dann vielleicht nur noch hinterher.

 

Warum nur die Cloud Version gewisse attraktive Funktionalitäten bietet, wie viele Aktualisierungen ab sofort Pflicht sind und vor allem: wer jetzt schon in die Cloud sollte und wer besser abwartet, lesen Sie im vollständigen Interview auf der Website von IT Zoom > jetzt weiterlesen!

https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/abwarten-und-tee-trinken-22984/

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