xalution Geschäftsführer Tobias Endl ist seit seiner Kindheit Pfadfinder. Die dort vermittelten Werte setzt er bei der Mitarbeiterführung ein – und bindet damit die Angestellten erfolgreich an sein Unternehmen. Wie das geht, verrät er im Interview in der Zeitschrift „Markt und Mittelstand“.

Unmittelbar nach unserer Auszeichnung als „Toparbeitgeber Mittelstand 2020“ durch das Wirtschaftsmagazin FOCUS stieß einer unserer Mitarbeiter auf ein altes Foto von Tobias, das ihn in voller Pfadfindermontur zeigte. Da lag es nahe, im persönlichen Gespräch einmal nachzuforschen, ob nicht die ein oder andere Pfadfindertugend zu seiner Art der Mitarbeiterführung beiträgt. Hier das Ergebnis – und die Zeitschrift „Markt und Mittelstand“ hat zum Thema sogar ein eigenes Interview geführt (Link dazu unten).

Tobias, xalution wurde zu einem der besten mittelständischen Unternehmen Deutschlands gewählt – eine Auszeichnung, die durch Bewertungen und Weiterempfehlungen direkt von Ihren Mitarbeitern vergeben wurde. Wie erreicht man ein solches Committment?
Ich denke, es liegt an der Art der Mitarbeiterführung und des Umgangs miteinander. Wir bemühen uns, moderne Führungskräfte zu sein – keine antiquierten Bosse. Dazu gehören eine gewissen Gelassenheit und Vertrauen in das Verantwortungsgefühl und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Das fördert die Motivation jedes einzelnen und gleichzeitig auch den Teamspirit. Und der ist mir sehr wichtig.

Liegt das vielleicht auch daran, dass du selbst bis heute ein überzeugter Pfadfinder bist?

Sicherlich hat das Einfluss auf meinen Führungsstil. Denn bei den Pfadfindern gehen wir grundsätzlich davon aus, dass jeder einen positiven Beitrag zu einer Sache leisten kann. Auch wenn es manchmal etwas dauern kann, bis man verborgene Talente entdeckt – es lohnt sich fast immer, danach zu suchen. Mitarbeiterförderung funktioniert ganz genauso. Es geht darum, Talente zu entdecken und einen Rahmen zu bieten, diese weiterzuentwickeln. Das ist meiner Meinung nach eine der Hauptaufgaben von Vorgesetzten. Die Bereitschaft, Mitarbeiter zu fördern, ist wiederum eng verwoben mit der Frage der Wertschätzung. Da halte ich es gerne mit Pfadfindergründer Lord Baden-Powell: „Ein anerkennender Klaps auf den Rücken ist ein stärkerer Anreiz als ein Nadelstich.“

Das klingt fast so, als seien Pfadfinder die besseren Chefs?

Ob sie die besseren sind, das weiß ich nicht, aber bestimmt sind viele Pfadfinder gute Manager. Denn wir lernen von Kindesbeinen an, dass ein Projekt wie ein Zeltlager oder der Bau eines Baumhauses nur dann umgesetzt werden kann, wenn jeder eine Aufgabe übernimmt und diese auch verlässlich umsetzt. Und dass deshalb auch jeder einzelne wichtig ist. Hat die Umsetzung dann geklappt, ist das ein Erfolgserlebnis, das für künftige Projekte unheimlich motiviert. Die Bereitschaft, Neues zu lernen und umsetzen zu wollen ist dann schnell sehr groß. Diese Erfahrungen und Haltungen nimmt man dann natürlich später ins Berufsleben mit. Genauso wie die bereits erlernten Skills – hart und weiche.

Was unterscheidet xalution eventuell im Umgang mit Mitarbeitern von anderen Unternehmen?

Unser Mindset ist grundsätzlich geprägt durch Prinzipien der Demokratie, Teamfähigkeit, Gleichberechtigung sowie Toleranz gegenüber anderen. Das ist – zugegeben – im Berufsalltag immer wieder eine Herausforderung. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich der Einsatz lohnt. Denn agiert man auf dieser Grundlage, entsteht nicht nur ein respektvolles Miteinander, sondern auch eine Verbindlichkeit, die von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen geschätzt wird. Das hat den Vorteil, dass unsere Teammitglieder mittlerweile sogar proaktiv konstruktive Kritik einfordern, um sich weiterentwickeln zu können. Die Folge ist, dass es nur sehr selten zu ernstzunehmenden Konflikten bei uns kommt. Denn auch wir als Führungskräfte fordern die Kritik ein und können so Themen, die eventuell suboptimal laufen, dann direkt angehen. Ich denke, diese Art der Teamführung ist die der Zukunft und eine, um die Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung nicht herumkommen.

> Hier geht’s zum Originalinterview in „Markt und Mittelstand“, 1/2020

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